Wir leben in einer globalen Non-Stop-Gesellschaft, in der alles gleichzeitig stattzufinden und sich zu beschleunigen scheint.

In unserem Lebensalltag sind wir permanent erreichbar, permanent verfügbar und sollten immer auf dem neusten Stand sein, wenn es um Information, Technik und Lifstyle geht.

Befeuert wird dieser Umstand durch die Alles-überall-und-bitte-sofort-Mentalität. Die kleinen Zeitsparstrategien wie power napping, take away und speed-dating sollen uns dabei helfen, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu erledigen. Jedoch scheint sich das Versprechen vom Zeitgewinn niemals zu bewahrheiten. Was sich bewahrheitet, ist die Erfahrung der Hektik, der Hetze und des Stresses. Die Zeit scheint nie auszureichen für all das, was noch ansteht.

In der Sendung wollen wir darüber nachdenken, was unser Zeitbewusstsein eigentlich ist und wie die Veränderung von Zeitstrukturen unser Leben und unsere Zeiterfahrung beeinflusst. Die Frage nach der Zeit bleibt eine existentielle, weil sie sich notwendig mit unserem In-der-Welt-Sein auseinandersetzt. Über Zeiterfahrung, Zeitbewusstsein sowie die Ursachen und Folgen der sozialen und kulturellen Beschleunigung sprechen wir am Telefon mit Karlheinz A. Geißler. Herr Geißler ist emeritierter Professor für Wirtschaftspädagogik, Zeitforscher und Zeitberater aus München. Er ist Leiter des Projekts „Ökologie der Zeit“ und Mitgründer der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik.

Eine Sendung von Bettina Voigt

 

 

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Ein Beitrag von Moritz Wessing

„Wofür messen wir eigentlich die Zeit?“

In drei kleinen Episoden befasst sich der Beitrag mit der Zeit und ihrer Bedeutung für die Menschen und das alltägliche Leben.
Es geht um die Dorfglocke, die die Zeit genauer messen kann als ein Mensch – und ihn dennoch nicht ersetzten kann.
Gleichfalls dreht es sich um die Wichtigkeit der synchronen Zeitmessung auf den Taschenuhren der Reisenden – die sonst ihren Zug verpassen würden.
Aber auch um das pünktliche, funkgesteuerte Weckerklingeln – denn Zeit bestimmt das heutige Leben weit mehr als nur bei hellem Tage.


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Ausgestrahlt in: Unaufhaltsame Beschleunigung oder vom Vorbeihuschen der Zeit

Bild: Uhrwerk by Oliver Gaser. From Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

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Ein Beitrag von Hans Weinreich

Zeit und ihre Einteilung ist keineswegs so objektiv, wie uns heutige Atomuhren glauben lassen. Das zeigt das Beispiel der Meridiankonferenz von 1884, bei der über den Verlauf des Nullmeridians abgestimmt wurde, nach dem sich dann die Ausrichtung der Zeitzonen richten würde. Die Debatte war kulturell hart umkämpft. Hans Weinreich hat sie in Ausschnitten für uns nachgestellt.


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Ausgestrahlt in: Unaufhaltsame Beschleunigung oder vom Vorbeihuschen der Zeit

Bild: Nullmeridian in Villers-sur-Mer by Хрюша. From Wikimedia Commons. CC BY-SA 3.0

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