Sie umgeben uns, wann immer wir die Augen öffnen: Farben – zugleich materielle Struktur und physiologischer Effekt; Bedeutungsträger und emotionale Stimulanz. Welche Signale senden uns die Farben? Worin besteht ihr Signal? Gibt es eine unschuldige Farbe? Diese Fragen beleuchten wir in einer Sendung der gesamten Redaktion. Unser Spektrum reicht vom Regenbogen als Symbol der LGBTI-Bewegung bis zu den Farbchakren der Lebensmittel, wir prüfen die Stabilität von Wahrnehmung – wieso beschreibt Homer das Meer der Ägäis als »weinrot«? – und diskutieren, ob farbwandelnde Katzen künftige Generationen vor den Gefahren von Atommüll retten können. Und schließlich die Farbe als Material: Yves Kleins berühmtes Blau lässt sie in absoluter Form erstrahlen. Vantablack hingegen, ein Stoff aus der Oberflächenforschung, verschluckt alles Licht in einem nahezu perfekten Schwarz.

Eine Sendung der gesamten Redaktion

 

 

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Bild: Fade to Black von Kulturwelle

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Ein Beitrag von Neela Janssen
Viele Methoden der Pränataldiagnostik gehören bereits heute wie selbstverständlich zu einer Schwangerschaft in Deutschland dazu. Das Ziel der Untersuchungen ist dabei klar: Man möchte ein gesundes Kind zur Welt bringen und dabei schon in der Schwangerschaft alles für eine sichere Zukunft des Babys tun.

Eine besonders ambivalente Rolle nimmt dabei der Arzt ein: Ist er nun entziffernder Experte oder reines Sprachrohr für medizinische Daten, Produzent oder Medium von Zukunftswissen? In welchem Verhältnis steht er zu den hoffnungsvollen Eltern, dem geheimnisvollen Labor, der auf Zukunft gerichteten Gesellschaft? Lassen sich hier vielleicht sogar Echos antiker Orakel, ja der alttestamentlichen Propheten erkennen?

Ein Beitrag über aktuelle Techniken der Pränataldiagnostik und ihre Parallelen in vormodernen Techniken der Vorhersage.

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Ausgestrahlt in: »Vor-Sicht! Vor-Sorge!« – Über das Wissen, Gestalten und Verhindern von Zukünften

Bild: The Crystal Ball von John William Waterhouse

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Bei ‘Mythen’ denken wir zuallererst an alte Griechen und Römer. Anders Roland Barthes: In jedem Winkel der Alltagswelt findet der französische Philosoph Narrative, die das Konstruierte als naturgegeben darstellen – so wird etwa der neue Citroën zur übermenschlichen Schöpfung. Moderne Mythen, so Barthes, sollen den Konsum fördern oder das Bürgertum seiner Weltsicht vergewissern. In einer Reihe kurzer Essays seziert Barthes die „Sprache der Massenkultur“ und deren ideologische Aufladung.

In der 29. Sendung der Kulturwelle holen wir Roland Barthes’ Mythen des Alltags von 1957 in die Gegenwart: Wie viel Mythos steckt im iPhone? Welcher Mythos verbindet Theaterbühne und Tanzfläche? Wie vernünftig ist der „gesunde Menschenverstand“? Was für Alltagswelten blendet der Lonely Planet aus? Macht das Gehen den Menschen aus und ist die Welt aus Plastik? Solche und andere Mythen beleuchten und besprechen wir in der Sendung, gemeinsam mit unserem Studiogast Prof. Dr. Ottmar Ette. Der renommierte Barthes-Experte hat mehrere Bücher zum französischen Philosophen veröffentlicht und gibt uns Auskunft, wie Barthes’ semiologische Schemata in unserer Zeit zu gebrauchen sind.

Eine Sendung der gesamten KulturWelle-Redaktion

 

 

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Infos zum Museum der Dinge und der Sonderausstellung Made in Germany gibt es unter: http://www.museumderdinge.de/

Das Buch Gesellschaft des Spektakels von Guy Debord findet ihr über die: ISBN-Suche

Mehr Details zu Jean-Luc Godards Film Masculin – Feminin oder: Die Kinder von Coca Cola gibt es hier: IMDB

 

download Eine Langform des Gesprächs mit Ottmar Ette könnt ihr hier nachhören.

 

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Romanist und Roland Barthes-Spezialist Ottmar Ette geht in unserem Gespräch zu Kontext und Aktualität der berühmten Mythen des Alltags in die Tiefe: Wie kann Barthes‘ akademische Schrift heute noch unser Leben ändern – und wann wird das politisch? Wie liest Roland Barthes den Autor Roland Barthes – und entkommt er dabei selber dem Mythos?

 

 

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