Stimme – seit Jahrhunderten beschäftigt das Medium und seine Macht die Menschen. Schon in der Antike schafften es die mythischen Sirenen nur mit Hilfe ihrer Stimme, Seemänner grausam in den Tod zu reißen. Sie veranlassten den antiken Dichter Homer zu seiner berühmten Odyssee, und ihr Mythos wirkt bis heute in der europäischen Kulturgeschichte nach. Warum aber gelang es den griechischen Fabelwesen, durch ihre Stimme solch eine Macht auszuüben? mehr...

Dieser Erscheinung nähern wir uns in der 38. Kulturwelle. Am Beispiel des Lachens spüren wir der sozialen Macht der Stimme gerade in ihren Extremformen nach. Gemeinsam mit dem Medienwissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Ernst nähern wir uns daraufhin dem Sirenenmythos. Auf einer Expedition zu den Galli-Inseln vor der Küste Siziliens hat er selbst versucht, den medialen Bedingungen des Phänomens auf die Spur zu gehen – und den geheimnisvollen Klang der Sirenen mit moderner Tontechnik festzuhalten. Diese Reise führt uns ebenso zu den Möglichkeiten und Grenzen, das Phänomen „Stimme“ fassbar zu machen.

Also schaltet ein, wenn man das griechische Meer rauschen hört, die Sirenen ihre verführerischen Stimmen zum Besten geben und wir euch auf eine kultur- wie medienwissenschaftliche Odyssee durch das Medium Stimme einladen.

Eine Sendung von Anna Fierz, Philipp Köpp und Jann Mausen

 

 

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Bild: Odysseus and the Sirens von J. W. Waterhouse. Plakat: Joshua Klein

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In einen ekstatischen oder ungehemmten Zustand zu verfallen, kann mehr als Gefühle der Entrückung und der veränderten Selbsterfahrung hervorbringen. Rausch und Ekstase können auf verschiedenste Weise produktiv wirken: In der Suche nach persönlicher Erkenntnis ebenso wie im gemeinsamen Erleben erinnerungswürdiger Momente. Doch wo fangen diese Zustände an und wo können sie enden? Und wie kann man diese erreichen? Die Antworten darauf können höchst unterschiedlich ausfallen.

In der 28. Magazinsendung begeben wir uns daher auf die Suche. Im Studio sprechen wir mit dem Kulturwissenschaftler Dr. Gerhard Scharbert über Rauschpraktiken aus Antike, Moderne und Gegenwart und spüren nach, in welcher Gestalt und in welchen Rollen das Berauschen im Laufe der Zeit in Erscheinung tritt. Unsere Redakteure haben sich zudem im Selbstversuch dem Rausch verschrieben. In diesen Experimenten werden uns unter anderem aufwühlende Kunsterlebnisse und außergewöhnliche kreative Eingebungen begegnen, die deutlich werden lassen, wie tiefgreifend Rausch unser Menschsein bestimmt.

Eine Sendung von Constantin Hühn, Nikita Hock, Jessica Masche und Sebastian Schwesinger

 

 

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Ein Beitrag von Lorenz Erdmann

Ein Besuch im Werkstatttraum e.V. in der Skalitzer Straße 100, der nicht ein Portrait der „Werkstatt“ zeigt, sondern auch den „Traum“ und was dies mit Co-Working, urban transformation und dem täglichen Leben zu tun hat.


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Ausgestrahlt in: Kunst – Unser täglich Brot? Über die Kunst zwischen Alltag und Ideal

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Ein Beitrag von Tam T. Loung

Die politischen Unruhen Ende der 1960er Jahre gaben Zündstoff für Diskussionen um eine neue, emanzipierte und engagierte Form der Kunst. Aus der Tradition des Dadaismus entwickelte sich um George Maciunas eine dynamische Kunstrichtung, die unter dem Namen FLUXUS bekannt werden sollte. Unter ihrem Banner fanden sich namhafte Künstler wie John Cage, Marcel Duchamp, Joseph Beuys, George Brecht zusammen, um ihr Publikum mit multimedialen, collageartigen Konzerten jenseits aller Tradition zu fordern. Das Happening trat an die Stelle des Kunstwerkes, dem Konzept des genialen Künstlers stellte die Gruppe das Teamwork entgegen. Über die Anfänge dieser radikalen Kunstbewegung und ihre Auswirkungen in unsere heutige Gegenwart sprechen Karsten Neumann, Konzeptkünstler aus Bethang und Heinrich Liman, Leiter des Museums Fluxus+ in Potsdam.


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Ausgestrahlt in: Kunst – Unser täglich Brot? Über die Kunst zwischen Alltag und Ideal

Bild: Gmaciunas Manifesto. From Wikimedia Commons. Fair Use License

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Kunst ist tot – wird zumindest öfters behauptet. Das klingt dramatisch. Aber stimmt es auch?

In unserer neunten Magazinsendung suchen wir die Kunst zwischen den Räumen: Zwischen Atelierarbeit und Alltagsleben, zwischen individueller Inspiration und weiter Wirkung, zwischen dem Wunsch zu verändern – und den sich verändernden Wünschen. Ob sie durch diese Vielgestaltigkeit politisch ist, ob sie es sein will, und ob sie es heute überhaupt noch sein kann, besprechen wir im Studio mit den Kunsthistorikern Dr. Dorothea von Hantelmann und Prof. Dr. Michael Lüthy.

Dazu nehmen wir den Fluxus der 1960er Jahre unter die Lupe. Beeinflusst von Grenzgängern wie John Cage und Marcel Duchamp wollte diese Kunstbewegung mehr als nur Avantgarde sein: Über Aktionskunst als politischer Augenöffner hinaus vertrat sie auch die Idee einer Einheit von Kunst und Leben. Bis heute lebt das politische und gesellschaftliche Umfeld trotzdem nicht spurlos an der Kunst vorbei – und dennoch fühlen sich immer mehr Künstler in diesem Spannungsfeld zu Hause. Die Künstler-gemeinschaft werkstatttraum e.V. lebt nicht nur, sondern arbeitet auch zusammen in einem ehemaligen Fabrikgebäude, wo nach dem Prinzip des coworking im kooperativen Miteinander ihre Werke entstehen. Ausgehend von einem Portrait dieses Berliner Vereins erkunden wir, wie letztlich auch aus dem Grenzgebiet zwischen persönlicher Kunst und gemeinsamem Alltag gestalterische Kraft gezogen werden kann.

Zusammen mit unseren Studiogästen machen wir uns in dieser Sendung auf, die Kunst zwischen Alltag und Ideal zu entdecken. Denn was in großen Tönen für tot erklärt wird, lebt meist länger als man glaubt. In diesem Sinne: »Kunst ist tot! Es lebe die Kunst!«

Eine Sendung von Anastasia Andersson, Jessica Masche und Nikita Hock

 

 

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