Wann ist ein Körper eigentlich vollständig? Woher kommt unsere Angst vor der Unvollständigkeit? Und wie wird damit in unterschiedlichen Medien umgegangen?

Nachdem wir uns in unserer Themenreihe zum Körper bereits mit Klangkörpern, politischen Körpern und den kulturellen Verflechtungen eines bestimmten Körperteils beschäftigt haben, wenden wir uns in der aktuellen Sendung der Afterhour der Bedeutung unvollständiger Körper zu.

Wir sprechen mit dem Kulturwissenschaftler Gerhard Scharbert über Verstümmelung im Film, fragen die Literaturwissenschaftlerin Irmela Marei Krüger-Fürhoff nach ‚versehrten‘ Alternativen zum ganzheitlichen Schönheitsideal und unterhalten uns mit dem Medienwissenschaftler Jan Claas van Treeck über die Ökologie der Körpergrenzen – und was Cyborgs damit zu tun haben.

Dazu wie immer Techno – bis uns die Ohren abfallen.

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Wen die politischen Implikationen von Körperidealen interessieren, verweisen wir auf:

kulturwelle_afterhour_logo_dunkelAfterhour #005: Kollektivkörper – Körper und Politik

 

 

Kulturwelle Magazin #31: Riots not Diets? Fettaktivismus zwischen Intervention und Schutzraum

 

 

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Im Druckerraum des Instituts stellen wir frischgebackenen Absolventen zwischen Papierstau und Tintenflecken die drängende Frage: “Was druckst du?” In der ersten Ausgabe berichtet Anastasia Umanets über ihre Analyse der Kostüme von Antihelden in populären Hollywood-Filmen.


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Ausgestrahlt in: Sich Schön Machen. Vom kulturellen Sinn des Schmückens Facebooktwittermail

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“Diamonds Are a Girl’s Best Friend” – so besang Marilyn Monroe in den 1950er Jahren die ikonischen Edelsteine, die seit jeher als Inbegriff von glamorösem Schmuckstück gelten. Und schon diese Formulierung deutet an: Schmuck ist nicht nur Statussymbol oder schönes Beiwerk – seine Wirkmacht geht weit über seine ästhetische Funktion hinaus. Sei es das schutzbringende Amulett, die gerade modische Kette oder auch der Ring des Großvaters, in dem er anwesend scheint: Schmuck entzieht sich der Eindeutigkeit und scheint gerade heute mehr denn je Schnittstellen und Ambivalenzen zu besetzen und zu markieren.

In der 27. Sendung der Kulturwelle widmen wir uns genau diesen Spannungen und wollen etwas genauer nachfragen: Was sagt uns dieses Phänomen, das uns als ästhetischer Gegenstand und zeichenhaftes Statussymbol, als banaler Zierrat und bedeutungsgeladenes Fetischobjekt begegnet? Wie gehen wir heute mit Schmuck um – und was macht der Schmuck mit uns?

Im Studio begrüßen wir dazu den Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Hartmut Böhme. Wir verfolgen nach, wie und warum ein einfaches geometrisches Schmuckstück wie das Dreieck zum Erkennungsmerkmal des diffusen Sozialtyps »Hipster« aufstieg. Anhand der immer beliebteren Praktik des Umschmelzens von geerbeten Schmuckstücken erkunden wir dann, wie sich Erinnerungskulte mit modischem Anspruch vertragen – und ob wir beim Verhandeln dieser Spannung dem Schmuck nicht vielleicht doch mehr Macht über uns verleihen, als uns geheuer ist.

Schließlich macht auch eine neue Rubrik Premiere. Im Druckerraum des Instituts stellen wir frischgebackenen Absolventen zwischen Papierstau und Tintenflecken die drängende Frage: “Was druckst du?”

Eine Sendung von Constantin Hühn, Nikita Hock und Sebastian Schwesinger

 

 

download Download | Musik der Sendung | Veranstaltungstipps

Das Buch Von der Reliquie zum Ding von Stefan Laube erschien 2011 im Akademie-Verlag und beschäftigt sich mit der materiellen Kultur des Christentums: ISBN-Suche

Die Dissertation Im Leibe Wohnen von Claudia Benthien liefert einen kulturanthropologischen Querschnitt durch Hautbilder. Sie ist ebenfalls veröffentlicht als Haut. Literaturgeschichte – Körperbilder – Grenzdiskurse in Rowohlts Enzyklopädie: ISBN-Suche

Die Ausstellung Bin ich schön läuft noch bis zum 23. Februar 2014 im Museum für Kommunikation. Das Programm findet sich unter: http://www.mfk-berlin.de/bin-ich-schoen/

 

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