Ein Beitrag von Theresa Kauder

Gender Parodie ist eine weit wirkende subversive Strategie mit starker politische Aussage, die nicht nur in der wissenschaftlichen Theorie sondern auch in der Gesellschaft für Aufmerksamkeit sorgt. Eine überhöhte Betonung und wirksame Darstellung des Körpers ermöglicht es Heteronormativitäten aufzuspüren und zu hinterfragen, ohne jedoch nicht mit neuen Fragen und Problemen zu konfrontieren.

Ist all dies bloß subkulturelle Praxis oder bereits kunstgewordene Geschlechterpolitik?


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Ausgestrahlt in: Mikrorevolutionen. Widerstand in Theorie und Praxis

Bild: Portrait of a woman seated in a garden by Powerhouse Museum. From Flickr. No certain rights.

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Ein Beitrag von Julian Baller

Im Umgang mit globalen Problemen scheint sich Unmut gegenüber den Lösungen von oben zu regen. „Selber machen“ heißt eine Antwort, die Organisation in Netzwerken und Protestbewegungen eine mögliche Folge davon. Dies bringt gleichfalls neue Formen der politischen Mit-Gestaltung mit sich, in der Politik vom Politischen getrennt wird. Ausgehend vom Chaos Computer Club (CCC) zeigt sich, wie die Vernetzung von Akteuren im Internet, eine politische Mitgestaltung zu Fragen wie etwa Datenschutz, Online-Freiheit oder Medienkompetenz möglich machen kann und dabei selbst zur Mikropolitik wird.


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Ausgestrahlt in: Mikrorevolutionen. Widerstand in Theorie und Praxis

Bild: CCC leuchtend 26C3 by Jon Åslund. From Wikimedia Commons. CC BY 2.0

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Mama war in der Gewerkschaft, Papa saß im Betriebsrat, vielleicht demonstrierte die Tante für die Gleichberechtigung und 68 war sowieso alles anders. Früher schien politische Teilhabe noch klar strukturiert und in hart erkämpften Institutionen realisierbar. Doch sind diese Vorstellungen von Veränderungsprozessen, die weite Teile des 20. Jh. geprägt haben, heute weiterhin aktuell? Wie und wo wird heute Widerstand geleistet? In Parteien, Akademien, auf der Straße und der Bühne? Oder sind wir tatsächlich in einer politischen Lethargie gefangen, wie sie so oft von den Mahnern der Demokratie beschworen wird?

In der 26. Sendung der KulturWelle wollen wir der Widerständigkeit in ihren historischen Gewändern folgen. Dazu verfolgen wir aktuelle Genderparodien mihilfe von Dr. Eva Krivanec zurück zu ihren historischen Vorläufern und betrachten beide im Lichte aktueller Theorieangebote. Im Anschluss diskutieren wir mit Juniorprof. Philipp Felsch über die problematische Kluft zwischen politischer Theorie und politischem Handeln.

Eine Sendung von Julian Baller und Theresa Kauder

 

 

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Die Ringvorlesung Subversion und Politische Differenz mit Simon Critchley, Iris Därmann, Oliver Marchart, Chantal Mouffe und vielen mehr findet ab dem 20. Oktober 2014 wöchentlich statt. Genaue Angaben gibt es auf http://subversionandpoliticaldifference.com

Das Buch Nach dem Ende der Geschichte – Vom Arabischen Frühling bis zur Occupy Bewegung von Srecko Horvat erschien 2013 im Laika verlag und kan hier gefunden werden: ISBN-Suche

Drag Workshop an der Humboldt-Univeristät Berlin wird einmal im Semester veranstaltet – wann, kann hier eingesehen werden: https://www.facebook.com/lgbtireferat.huberlin

 

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Ein Leben ohne Technik ist für viele von uns kaum noch vorstellbar. Doch wie stark bestimmt unsere Vorstellung von ihr unser Leben? Die 17. Magazinsendung führt uns dazu auf Spurensuche in die Vergangenheit. Mittels eines Beitrags über den Whole Earth Catalog begeben wir uns die USA der 1960er und verfolgen die Entwicklung der Counterculture, deren Ansatz zur Umsetzung ihres utopischen Ideals einer besseren Lebensgemeinschaft und die Folgen dieser Bewegung für unsere heutige Gesellschaft.

Weg vom fremdorganisierten, hin zum selbstorganisierten Leben war das Ziel der Counterculture, die dazu stets auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und Formen des Handelns und Denkens sowie den dazu geeigneten Werkzeugen war. Zusammen mit dem Soziologen Prof. Dr. Lutz Hieber gehen wir in der Zeit zurück und erkunden, inwieweit Technik und Werkzeug als »Empowerment« für das Erreichen dieses Ideals unerlässlich war und wie Vorstellungen von Werkzeuggebrauch und Bewusstseinsveränderung zusammenspielten.

Fünfzig Jahre später ist die gegenkulturelle Technik von damals ohne Zweifel im heutigen Mainstream angelangt – und lässt somit die Frage aufkommen, was mit dem subversiven Potential dieser Technik geschehen ist. Mit dem Medienwissenschaftler Dr. Florian Sprenger sprechen wir darüber, wo die Counterculture in der Technik geblieben ist, ob im alltäglichen Umgang mit Technik ihr subversives Potential noch greifbar und umsetzbar ist – oder ob diese Subversivität heutzutage in anderen Bereichen Form annimmt.

Eine Sendung von Jessica Masche und Nikita Hock

 

 

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Bild: The Blue Marble von NASA. Plakat: Jessica Masche

 

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Kunst ist tot – wird zumindest öfters behauptet. Das klingt dramatisch. Aber stimmt es auch?

In unserer neunten Magazinsendung suchen wir die Kunst zwischen den Räumen: Zwischen Atelierarbeit und Alltagsleben, zwischen individueller Inspiration und weiter Wirkung, zwischen dem Wunsch zu verändern – und den sich verändernden Wünschen. Ob sie durch diese Vielgestaltigkeit politisch ist, ob sie es sein will, und ob sie es heute überhaupt noch sein kann, besprechen wir im Studio mit den Kunsthistorikern Dr. Dorothea von Hantelmann und Prof. Dr. Michael Lüthy.

Dazu nehmen wir den Fluxus der 1960er Jahre unter die Lupe. Beeinflusst von Grenzgängern wie John Cage und Marcel Duchamp wollte diese Kunstbewegung mehr als nur Avantgarde sein: Über Aktionskunst als politischer Augenöffner hinaus vertrat sie auch die Idee einer Einheit von Kunst und Leben. Bis heute lebt das politische und gesellschaftliche Umfeld trotzdem nicht spurlos an der Kunst vorbei – und dennoch fühlen sich immer mehr Künstler in diesem Spannungsfeld zu Hause. Die Künstler-gemeinschaft werkstatttraum e.V. lebt nicht nur, sondern arbeitet auch zusammen in einem ehemaligen Fabrikgebäude, wo nach dem Prinzip des coworking im kooperativen Miteinander ihre Werke entstehen. Ausgehend von einem Portrait dieses Berliner Vereins erkunden wir, wie letztlich auch aus dem Grenzgebiet zwischen persönlicher Kunst und gemeinsamem Alltag gestalterische Kraft gezogen werden kann.

Zusammen mit unseren Studiogästen machen wir uns in dieser Sendung auf, die Kunst zwischen Alltag und Ideal zu entdecken. Denn was in großen Tönen für tot erklärt wird, lebt meist länger als man glaubt. In diesem Sinne: »Kunst ist tot! Es lebe die Kunst!«

Eine Sendung von Anastasia Andersson, Jessica Masche und Nikita Hock

 

 

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