Abgabefrist, meterhohe Bücherstapel und dann noch der ganze Papierstau und Tintenflecken. In unserer zweiten Folge von “Was druckst du?” befragen wir diesmal Daniel Simon über seine Seminararbeit zu der Subkultur des Straight Edge, intensive Schreibarbeit und möglicher Enthaltsamkeit.


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Ausgestrahlt in: Flüchtige Paradiese. Zur Kulturgeschichte des Berauschens Facebooktwittermail

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In einen ekstatischen oder ungehemmten Zustand zu verfallen, kann mehr als Gefühle der Entrückung und der veränderten Selbsterfahrung hervorbringen. Rausch und Ekstase können auf verschiedenste Weise produktiv wirken: In der Suche nach persönlicher Erkenntnis ebenso wie im gemeinsamen Erleben erinnerungswürdiger Momente. Doch wo fangen diese Zustände an und wo können sie enden? Und wie kann man diese erreichen? Die Antworten darauf können höchst unterschiedlich ausfallen.

In der 28. Magazinsendung begeben wir uns daher auf die Suche. Im Studio sprechen wir mit dem Kulturwissenschaftler Dr. Gerhard Scharbert über Rauschpraktiken aus Antike, Moderne und Gegenwart und spüren nach, in welcher Gestalt und in welchen Rollen das Berauschen im Laufe der Zeit in Erscheinung tritt. Unsere Redakteure haben sich zudem im Selbstversuch dem Rausch verschrieben. In diesen Experimenten werden uns unter anderem aufwühlende Kunsterlebnisse und außergewöhnliche kreative Eingebungen begegnen, die deutlich werden lassen, wie tiefgreifend Rausch unser Menschsein bestimmt.

Eine Sendung von Constantin Hühn, Nikita Hock, Jessica Masche und Sebastian Schwesinger

 

 

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Spiele unterhalten, bilden und berauschen. Sie sind fester Bestandteil des menschlichen Miteinanders. Doch wo hört das Spiel auf? Dem ursprünglich aus dem Marketing-Kontext stammenden Schlagwort der „Gamification“ nach erleben wir gegenwärtig eine Ent-Grenzung des Spiels, da sich dessen Elemente und Prinzipien über die westliche Arbeits- und Alltagswelt ausbreiten. Grund genug, in der 24. Sendung der KulturWelle das Verhältnis von Game und Gesellschaft einmal ganz grundsätzlich zu problematisieren. Worin liegt die Ursache der „Spielifizierung“ und in welchen konkreten Formen „durchdringt“ sie den sozialen Raum?

Diesen Fragen gehen wir mit unserem Studiogast Mark Butler nach. Er ist Spielforscher an der Universität Potsdam und Autor des in diesem Jahr erschienenen Buchs Das Spiel mit sich (Kink, Drugs & Hip-Hop). Populäre Techniken des Selbst zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Ausgangspunkt unserer Auseinandersetzung bilden zwei Sendungsbeiträge. Am Beispiel des Spielautomaten spüren wir dem ambivalenten Charakter subjektiver Spielerfahrungen nach und fragen dann, ausgehend von der schiedsrichterlosen  Sportart Ultimate Frisbee, nach der Fähigkeit kulturschaffender Spiele, etablierte Gesetzmäßigkeiten aufzubrechen und neue Möglichkeitsräume zu generieren. In diesem Sinne –  Let’s Play: Society!

Eine Sendung von Sven Angene, Jürgen Bischoff, Lara Deininger, Constantin Hühn, Joshua Klein und Felina Schmitz

 

 

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Mark Butlers Buch Das Spiel mit sich findet ihr über die: ISBN-Suche

Die Podiumsdiskussion Homo ludens digitalis. Zur gegenwärtigen Entgrenzung des Spiels gibt es auf dem: Youtubekanal der Akademie der Künste.

Der Spieler von Fjodor Dostojewski läuft am Samstag, dem 14.6., im großen Haus der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und kann hier gefunden werden: Volksbühne

Die Werkreihe Ernste Spiele  von Harun Farocki läuft noch bis Anfang nächsten Jahres im Hamburger Bahnhof: Homepage

 

 

Weiteres Sendungsmaterial:

http://kulturwelle.hu-berlin.de/wp-content/uploads/2012/04/dl_button.pngDas unterhaltsame und informative Gespräch mit Mark Butler könnt ihr in voller Länge hier nachhören.

http://kulturwelle.hu-berlin.de/wp-content/uploads/2012/04/dl_button.pngDas volle Interview mit dem Theaterregisseur und Performanceforscher Richard Schechner zu seiner Kategorie „Dark Play“ könnt ihr hier nachhören.

 

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Ein Leben ohne Technik ist für viele von uns kaum noch vorstellbar. Doch wie stark bestimmt unsere Vorstellung von ihr unser Leben? Die 17. Magazinsendung führt uns dazu auf Spurensuche in die Vergangenheit. Mittels eines Beitrags über den Whole Earth Catalog begeben wir uns die USA der 1960er und verfolgen die Entwicklung der Counterculture, deren Ansatz zur Umsetzung ihres utopischen Ideals einer besseren Lebensgemeinschaft und die Folgen dieser Bewegung für unsere heutige Gesellschaft.

Weg vom fremdorganisierten, hin zum selbstorganisierten Leben war das Ziel der Counterculture, die dazu stets auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und Formen des Handelns und Denkens sowie den dazu geeigneten Werkzeugen war. Zusammen mit dem Soziologen Prof. Dr. Lutz Hieber gehen wir in der Zeit zurück und erkunden, inwieweit Technik und Werkzeug als »Empowerment« für das Erreichen dieses Ideals unerlässlich war und wie Vorstellungen von Werkzeuggebrauch und Bewusstseinsveränderung zusammenspielten.

Fünfzig Jahre später ist die gegenkulturelle Technik von damals ohne Zweifel im heutigen Mainstream angelangt – und lässt somit die Frage aufkommen, was mit dem subversiven Potential dieser Technik geschehen ist. Mit dem Medienwissenschaftler Dr. Florian Sprenger sprechen wir darüber, wo die Counterculture in der Technik geblieben ist, ob im alltäglichen Umgang mit Technik ihr subversives Potential noch greifbar und umsetzbar ist – oder ob diese Subversivität heutzutage in anderen Bereichen Form annimmt.

Eine Sendung von Jessica Masche und Nikita Hock

 

 

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Bild: The Blue Marble von NASA. Plakat: Jessica Masche

 

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