In der Langform unserer Interviews mit Kulturwissenschaftler Hartmut Böhme hilft er uns dabei, die kulturelle Praktik des Schmückens zu greifen. Wie viel Individualität und Freiheit habe ich in meinem Umgang mit Schmuck – und was rufe ich, oft gegen mein besseres Wissen, auf, wenn ich mich schmücke?

 

 

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“Diamonds Are a Girl’s Best Friend” – so besang Marilyn Monroe in den 1950er Jahren die ikonischen Edelsteine, die seit jeher als Inbegriff von glamorösem Schmuckstück gelten. Und schon diese Formulierung deutet an: Schmuck ist nicht nur Statussymbol oder schönes Beiwerk – seine Wirkmacht geht weit über seine ästhetische Funktion hinaus. Sei es das schutzbringende Amulett, die gerade modische Kette oder auch der Ring des Großvaters, in dem er anwesend scheint: Schmuck entzieht sich der Eindeutigkeit und scheint gerade heute mehr denn je Schnittstellen und Ambivalenzen zu besetzen und zu markieren.

In der 27. Sendung der Kulturwelle widmen wir uns genau diesen Spannungen und wollen etwas genauer nachfragen: Was sagt uns dieses Phänomen, das uns als ästhetischer Gegenstand und zeichenhaftes Statussymbol, als banaler Zierrat und bedeutungsgeladenes Fetischobjekt begegnet? Wie gehen wir heute mit Schmuck um – und was macht der Schmuck mit uns?

Im Studio begrüßen wir dazu den Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Hartmut Böhme. Wir verfolgen nach, wie und warum ein einfaches geometrisches Schmuckstück wie das Dreieck zum Erkennungsmerkmal des diffusen Sozialtyps »Hipster« aufstieg. Anhand der immer beliebteren Praktik des Umschmelzens von geerbeten Schmuckstücken erkunden wir dann, wie sich Erinnerungskulte mit modischem Anspruch vertragen – und ob wir beim Verhandeln dieser Spannung dem Schmuck nicht vielleicht doch mehr Macht über uns verleihen, als uns geheuer ist.

Schließlich macht auch eine neue Rubrik Premiere. Im Druckerraum des Instituts stellen wir frischgebackenen Absolventen zwischen Papierstau und Tintenflecken die drängende Frage: “Was druckst du?”

Eine Sendung von Constantin Hühn, Nikita Hock und Sebastian Schwesinger

 

 

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Das Buch Von der Reliquie zum Ding von Stefan Laube erschien 2011 im Akademie-Verlag und beschäftigt sich mit der materiellen Kultur des Christentums: ISBN-Suche

Die Dissertation Im Leibe Wohnen von Claudia Benthien liefert einen kulturanthropologischen Querschnitt durch Hautbilder. Sie ist ebenfalls veröffentlicht als Haut. Literaturgeschichte – Körperbilder – Grenzdiskurse in Rowohlts Enzyklopädie: ISBN-Suche

Die Ausstellung Bin ich schön läuft noch bis zum 23. Februar 2014 im Museum für Kommunikation. Das Programm findet sich unter: http://www.mfk-berlin.de/bin-ich-schoen/

 

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In der vierten Magazinsendung geht es um Geheimnisse und geheime Botschaften – um die Kunst der Kryptographie. Ob Wikileaks oder Wikipedia, Daten- oder Verfassungsschutz, ob Bank-, Beicht- oder Briefgeheimnis: Während sich heute die einen mühen, Informationen für alle verfügbar zu machen, sind die anderen dem Geheimnis verpflichtet. In der Sendung wagen wir einen Blick in die dunklen Ecken der Wissensgeschichte – in die Welt der geheimen Codes und verschlüsselten Botschaften. Wir begeben uns auf die Spur der Suche nach dem perfekten Geheimnis, von alten Geheimbundschriften über tätowierte Boten bis zu ausgeklügeltsten Chiffrierapparaten der Geheimdienste. Es geht um Menschen, Maschinen und Manuskripte, um Elektromechanik, Computerlinguistik und Quantenforschung.

In den Beiträgen werden wir begleitet von Kulturwissenschaftler Hartmut Böhme, Informationswissenschaftler Horst Völz und treffen ein internationales Entschlüsselerteam. Im Studio sprechen wir mit Joseph Vogl über Nutzen und Nachteil der Kryptographie, über ihre Rolle als Kuturtechnik und ihre historischen Kontexte.

Das unterhaltsame und informative Interview mit Prof. Joseph Vogl könnt ihr in voller Länge hier nachhören.

Eine Sendung von Rico Hartmann und Nikita Hock

 

 

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