Wann ist ein Körper eigentlich vollständig? Woher kommt unsere Angst vor der Unvollständigkeit? Und wie wird damit in unterschiedlichen Medien umgegangen?

Nachdem wir uns in unserer Themenreihe zum Körper bereits mit Klangkörpern, politischen Körpern und den kulturellen Verflechtungen eines bestimmten Körperteils beschäftigt haben, wenden wir uns in der aktuellen Sendung der Afterhour der Bedeutung unvollständiger Körper zu.

Wir sprechen mit dem Kulturwissenschaftler Gerhard Scharbert über Verstümmelung im Film, fragen die Literaturwissenschaftlerin Irmela Marei Krüger-Fürhoff nach ‚versehrten‘ Alternativen zum ganzheitlichen Schönheitsideal und unterhalten uns mit dem Medienwissenschaftler Jan Claas van Treeck über die Ökologie der Körpergrenzen – und was Cyborgs damit zu tun haben.

Dazu wie immer Techno – bis uns die Ohren abfallen.

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Wen die politischen Implikationen von Körperidealen interessieren, verweisen wir auf:

kulturwelle_afterhour_logo_dunkelAfterhour #005: Kollektivkörper – Körper und Politik

 

 

Kulturwelle Magazin #31: Riots not Diets? Fettaktivismus zwischen Intervention und Schutzraum

 

 

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Die vierte Ausgabe der Kulturwelle Afterhour eröffnet eine kleine Reihe zum Thema »Körper«.

Zu Gast in der ersten Episode haben wir den Geigenbauer Peter Volkmer. Wir lauschen seinen selbstgebauten Instrumenten, sinnieren über den Effekt von Saitenzahlen und Stradivari, über Pink Floyd und das Mellotron.

Dabei suchen wir den Klangkörper: Als experimentell geformtes Holz, als unstetes Gespann aus Musiker und Instrument und als die mal weniger, mal mehr geplante Hörsituation. Mit dem Kulturtheoretiker Jacques Attali zur Hand fragen wir uns, auf welche Arten diese Verbindungen lesbar sind und wie hier Körpergefühl, Klangfarbe und soziale Organisation zusammenspielen.

 

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»Warum ist da ein Strickfehler in meinem Pullover? Egal, schnell auf dem iPhone nachsehen, wann der nächste Bus kommt. Hoffentlich geht nachher bei der Präsentation mit dem Computer alles glatt.« Längst durchdringt Computercode unsere alltäglichsten Abläufe, unsere Sprache, unser Denken. Die Welt scheint programmierbar. Wie kommt das? Welche gesellschaftlichen Entwicklungen haben das Coding so allgegenwärtig werden lassen – und welchen Einfluss hat das Coding selber ausgeübt?

Auf der Suche nach den Ursprüngen des Programmierens führen wir euch in die Computerabteilung des Deutschen Technikmuseums Berlin. Gemeinsam mit Dr. Bernard D. Geoghegan, Medientheoretiker und Technikhistoriker an der HU Berlin und Mitinitiator des HKW-Projekts Technosphere, begeben wir uns auf einen Spaziergang, der uns durch die technische Entwicklung des Programmierens führt und zugleich die Chance bietet, die kulturelle, soziale und symbolische Kraft von Code in der Gesellschaft zu erkunden.

Dabei stoßen wir nicht nur auf industrielle Präzisionsarbeit und eine entfesselte Vorstellungskraft im 19. Jahrhundert, sondern auch auf militärische Notwendigkeiten und verwaltungstechnische Innovationen in der jüngeren Vergangenheit. Ebenso werden wir auf kreative wie erfindungsreiche Köpfe, souveräne Frauen und weitsichtige Visionäre treffen, die allesamt der »codifizierten Gesellschaft« den Weg geebnet haben.

Eine Sendung von Jessica Masche, Constantin Hühn und Nikita Hock

 

 

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Die Inspiration der Sendung ist Daniel Meßner zu verdanken. Seine Podcasts Coding History und die archivierten Stimmen der Kulturwissenschaften vertiefen viele der angeschnittenen Themen.

Auch unser Studiogast Bernard D. Geoghegan hat einen spannenden kulturwissenschaftlichen Podcast. Ihr findet ihn unter Cultural Technologies Podcast.

Die Musik-Mashups aus Bletchley Park hat Matt Parker komponiert. Seine Projekte und die Musik zum Herunterladen findet ihr auf seiner Homepage Earth Kept Warm.

Bild: IBM Electronic Data Processing Machine von NASA | Plakat: Jessica Masche

 

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In der Langform unseres Interviews mit Kulturwissenschaftler und Spielforscher Mark Butler erzählt er von der heimlichen bürgerlichen Tugend im Hippiesport Ultimate Frisbee – und vom versteckten Spielrausch im digitalen Turbo-Boost des Finanzmarkts.

 

 

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Spiele unterhalten, bilden und berauschen. Sie sind fester Bestandteil des menschlichen Miteinanders. Doch wo hört das Spiel auf? Dem ursprünglich aus dem Marketing-Kontext stammenden Schlagwort der „Gamification“ nach erleben wir gegenwärtig eine Ent-Grenzung des Spiels, da sich dessen Elemente und Prinzipien über die westliche Arbeits- und Alltagswelt ausbreiten. Grund genug, in der 24. Sendung der KulturWelle das Verhältnis von Game und Gesellschaft einmal ganz grundsätzlich zu problematisieren. Worin liegt die Ursache der „Spielifizierung“ und in welchen konkreten Formen „durchdringt“ sie den sozialen Raum?

Diesen Fragen gehen wir mit unserem Studiogast Mark Butler nach. Er ist Spielforscher an der Universität Potsdam und Autor des in diesem Jahr erschienenen Buchs Das Spiel mit sich (Kink, Drugs & Hip-Hop). Populäre Techniken des Selbst zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Ausgangspunkt unserer Auseinandersetzung bilden zwei Sendungsbeiträge. Am Beispiel des Spielautomaten spüren wir dem ambivalenten Charakter subjektiver Spielerfahrungen nach und fragen dann, ausgehend von der schiedsrichterlosen  Sportart Ultimate Frisbee, nach der Fähigkeit kulturschaffender Spiele, etablierte Gesetzmäßigkeiten aufzubrechen und neue Möglichkeitsräume zu generieren. In diesem Sinne –  Let’s Play: Society!

Eine Sendung von Sven Angene, Jürgen Bischoff, Lara Deininger, Constantin Hühn, Joshua Klein und Felina Schmitz

 

 

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Mark Butlers Buch Das Spiel mit sich findet ihr über die: ISBN-Suche

Die Podiumsdiskussion Homo ludens digitalis. Zur gegenwärtigen Entgrenzung des Spiels gibt es auf dem: Youtubekanal der Akademie der Künste.

Der Spieler von Fjodor Dostojewski läuft am Samstag, dem 14.6., im großen Haus der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und kann hier gefunden werden: Volksbühne

Die Werkreihe Ernste Spiele  von Harun Farocki läuft noch bis Anfang nächsten Jahres im Hamburger Bahnhof: Homepage

 

 

Weiteres Sendungsmaterial:

http://kulturwelle.hu-berlin.de/wp-content/uploads/2012/04/dl_button.pngDas unterhaltsame und informative Gespräch mit Mark Butler könnt ihr in voller Länge hier nachhören.

http://kulturwelle.hu-berlin.de/wp-content/uploads/2012/04/dl_button.pngDas volle Interview mit dem Theaterregisseur und Performanceforscher Richard Schechner zu seiner Kategorie „Dark Play“ könnt ihr hier nachhören.

 

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Die erste Sendung der KulturWelle widmet sich dem Themenschwerpunkt der Geburt der Kriminalistik. Die ungebrochene Faszination von Kriminalliteratur und -filmen gibt Anlass, nach ihren Ursprüngen zu fragen. Die Nachwuchswissenschaftlerin Deborah Zehnder steht uns Rede und Antwort zu kriminalistischen Methoden und ihrer literarischen Verarbeitung im 19. Jahrhundert. Dazu hören wir ausgewählte Beiträge, die in ihrem Seminar entstanden sind. Darüber hinaus gibt es – wie ab sofort immer im Magazin – die kulturwissenschaftliche Perspektive auf die Welt in der Rubrik »Kulturwissenschaftliche Takte« und eine Vorstellung von Kulturwissenschaftlern in freier Wildbahn in »Der Blick nach vorn«. Dazu spielen wir jede Menge Musik und liefern euch ein paar Veranstaltungen, die ihr in den kommenden Wochen nicht verpassen solltet.

Eine Sendung der Redaktion

 

 

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Ein Beitrag von Katharina Lütz

Der Meisterdetektiv Sherlock Holmes und sein Assistent Dr. Watson stehen im Spannungsfeld der romantischen Verklärung des Mystischen und der Rationalisierungstendenz der modernen Wissenschaften. Katharina Lütz spürt in Ihrem Beitrag über Doyles Meisterwerk »The Hound of the Baskervilles« diesem Reibungsphänomen der beliebten Schauerliteratur nach.

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Ausgestrahlt in: Die Anfänge der Spurensuche – Kriminalistik im 19. Jahrhundert

Bild: Sherlock Holmes und Dr. Watson

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Ein Hörspiel nach der Novelle „Das Fräulein von Scuderi“ von E.T.A. Hoffmann von Uta Hörmeyer und Eva Schönle

1680 beschäftigt eine rätselhafte Mordserie in Paris die französische Maréchaussee. Meist sind die Opfer adelige Männer, die mit einem Schmuckgeschenk versehen auf dem Weg zu ihrer Geliebten beraubt und getötet werden. Mit dem Hörspiel konzentrieren sich Uta Hörmeyer und Eva Schönle auf die Figur der angesehenen Hofdichterin Madeleine de Scuderi, die in den Fall hineingezogen wird und sich um deren Aufklärung bemüht.

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Ausgestrahlt in: Die Anfänge der Spurensuche – Kriminalistik im 19. Jahrhundert

Bild: Scuderi

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Ein Beitrag von Kira Overkämping

Anfang des 19.Jahrhunderts verschwinden zwei Mädchen aus der näheren Umgebung von Regensburg spurlos. Nach einiger Zeit fällt der Verdacht auf Andreas Bichel, ein stiller, unauffälliger Tagelöhner aus Regendorf. Kira Overkämpings Hörspiel »Der Mädchenschlächter« baut auf dieser wahren Begebenheit auf und dokumentiert den Ermittlungsverlauf und die Aufklärung der Frage nach dem Schicksal der beiden Mädchen.

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Ausgestrahlt in: Der Mädchenschlächter

Bild: Historische Polizeimänner

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