Christina Vagt über das Diagramm

Das Diagramm ist eine Technik der Visualisierung von Informationen und der Hervorhebung sowie (Neu-)Kombination bestimmter Aspekte. Zu Beginn des 20. Jh. gelang es zu besonderer Prominenz – so bündelte beispielsweise der Göttinger Physikprofessor Hermann Minkwoski in einem epochenmachenden Diagramm die einander bedingenden Dimensionen von Raum und Zeit der einsteinschen Relativitätstheorie.

Prof. Dr. Christina Vagt spricht über Theorie und Geschichte des Diagramms als Kulturtechnik und beleuchtet die zentrale Position, die es vor allem in den Wissensordnungen der Moderne einnimmt. Dabei geht sie, mit Foucault, insbesondere auf die epistemische, soziale und politische Produktivität des Diagramms ein. Und schließlich gibt sie Einblick in ihre aktuellen Forschungen zum Designer, Architekten und Theoretiker des Globalen R. Buckminster Fuller, als Beispiel für einen ganz spezifischen Umgang mit dem Diagramm, der dessen Gemachtheit ebenso offenlegt wie seine Macht.

 


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  • Christina Vagt lehrt und forscht derzeit am Institut für Kulturwissenschaft zu den Schwerpunkten Kulturtechniken, Technikphilosophie und Medienökologie, sowie der Wissensgeschichte von Natur-, Design- und Ingenieurswissenschaften.
  • Literaturtipps zum Designer, Architekten und diagrammatischen Universalgenie Buckminster Fuller:

    Joachim Krausse, Claude Lichtenstein: Your Private Sky: R. Buckminster Fuller. 2 Bde. Baden: 2000, 2001.

    Peder Anker: Buckminster Fuller as Captain of Spaceship Earth. In: Minerva, Nr. 45/4, , S. 417-434.

Bild: Minkowski diagram with resting... von Maschen auf Wikipedia

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