SENDUNG #7 | 28.11.2013 | 88, 4 Mhz

Die Realität der Illusionen – Von inneren und äußeren Phantasmen

Jeder kennt optische und akustische Täuschungen, die mit unseren Sinnen spielen. Sie irritieren, denn sie brechen mit unserer alltäglichen Wahrnehmung. Der Begriff der Illusion beschränkt sich jedoch nicht auf nachweisbare Sinnestäuschungen. Kulturgeschichtlich reicht er bis zu den Anfängen der Menschheit zurück, denn er geht einher mit dem Begriff von Wahrheit. Was wahr ist, ist Normalität. Die Illusion ist es nicht. Oder doch?

Illusionen erzeugen eine andere Realität, die uns fasziniert und aufwühlen kann. Wenn wir ins Kino gehen oder ins Videospiel versunken vor dem Bildschirm sitzen, dann befinden wir uns in einer illusorischen Welt, die uns ganz vereinnahmen kann. Wir entfliehen dem Alltag, setzen uns dem Fiktiven und dem Phantastischen aus und empfinden dabei Freude. Wir wollen verzaubert werden! Wir wollen den Gesetzen der Schwerkraft entfliehen und sehen wie das Kaninchen aus dem leeren Zylinder gezogen wird.

In der Sendung befragen wir Dr. Holger Brohm, der sich eingehend mit ästhetischen Wahrnehmungstheorien auseinandergesetzt hat. Er lehrt am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt Universität zu Berlin. Des Weiteren haben wir zwei Beiträge, die sich mit dem Thema der akustischen Illusion befassen. Es gibt wieder Musik, eine fatale Kolumne und Veranstaltungstipps.

Eine Sendung von Betinna Voigt und Veit Rausch

 

 

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SENDUNG #6 | 31.10.2012 | 88, 4 Mhz

Vom rauschenden zum klingenden Äther – Eine praktische Radiogeschichte

Radio hören geht für die meisten so: Knopf drücken bzw. drehen und schon dudelt aus der kleinen Kiste, was der Äther so hergibt. Doch lange Zeit war man dankbar für jedes Klangfitzelchen – anfangs sogar jedes Knacken -, welches man übertragen konnte. Lange vergessen sind auch die Tage, in denen der Rundfunk als Massenmedium so neu war, dass viele Leute Visionen oder ganze Utopien mit seiner Verbreitung verknüpften, die bis zum Ringen um die Hoheit im Äther durch Piratenradios in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wirkten. In der sechsten Radiosendung der KulturWelle suchen wir nach den Geschichten, die das Radio selbst geschrieben hat. Von seiner Entdeckung und Entwicklung bis zu seiner Verbreitung und Wiederaneignung sind es immer Praktiker, keine Theoretiker, die das Medium vorangebracht haben. Guglielmo Marconi, Hans Bredow oder den Radiopiraten widmen wir Stationen auf unserem Parcour durch die Geschichte, bei der uns Prof. Christian Kassung begleitet. Er selbst ist als gelernter Physiker und enthusiastischer Hobbybastler ein weiterer Praktiker in unserer Reihe, der aber auch über die Technik hinaus Radiogeschichte in einen breiteren Kontext stellt.

Eine Sendung von Sebastian Schwesinger

 

 

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Gute Bastelanleitungen zum Selbst-Radiobauen findet ihr hier und hier.

Vielfalt der WissensformenPiradio – Hörspielkino

 

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SENDUNG #5 | 03.10.2012 | 88, 4 Mhz

Sich Einmischen – Vom Wissen zum Handeln

In der fünften Sendung der KulturWelle räumen wir mit dem Vorurteil auf, dass Geisteswissenschaftler reine Hirnakrobaten seien. Der Enthusiasmus der StudentInnen wird nicht an der Unipforte abgegeben, sondern entfaltet sich erst richtig außerhalb des Hörsaals oder Seminars. Das beweisen uns diesmal Maria Keil und Valeska Neumann. Sie mischen sich ein. Ja, auch ungefragt verschaffen sie sich Gehör, entern das Studio und setzen sich ans Mikrofon. In ihrer illustren Runde versammeln sie weitere studentische Einmischer, die in verschiedenen Aktionen selbst Fakten geschaffen haben. Das Spektrum, von dem sie berichten, reicht von Sprachverwirrungen, über Zeitungsdruck und Spendenaufruf bis zur Fußgängerperformance. Dazu gibt es zum ersten Mal Live-Musik. Vincent Kyas singt und erklärt, wie seine Band Vember den Lebensalltag ihrer HörerInnen auf links dreht.

Indem sich die Eimischer beim Dazwischenfunken kritisch über die Schulter schauen, hinterfragen sie überdies die Rolle des eigenen Wissens und den Sinn des Einmischens als solchen.  Eine Sendung, die nicht nur erklärt, was Intervention ist, sondern selbst eine ist. Oder: Ein Appell an die letzten Schnarchnasen, die sich in ihren WG-Küchen über eine bessere Welt den Kopf zerbrechen.

Eine Sendung von Kira Overkämping

 

 

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SENDUNG #4 | 05.09.2012 | 88, 4 Mhz

Kryptographie – Auf der Suche nach dem perfekten Geheimnis

In der vierten Magazinsendung geht es um Geheimnisse und geheime Botschaften – um die Kunst der Kryptographie. Ob Wikileaks oder Wikipedia, Daten- oder Verfassungsschutz, ob Bank-, Beicht- oder Briefgeheimnis: Während sich heute die einen mühen, Informationen für alle verfügbar zu machen, sind die anderen dem Geheimnis verpflichtet. In der Sendung wagen wir einen Blick in die dunklen Ecken der Wissensgeschichte – in die Welt der geheimen Codes und verschlüsselten Botschaften. Wir begeben uns auf die Spur der Suche nach dem perfekten Geheimnis, von alten Geheimbundschriften über tätowierte Boten bis zu ausgeklügeltsten Chiffrierapparaten der Geheimdienste. Es geht um Menschen, Maschinen und Manuskripte, um Elektromechanik, Computerlinguistik und Quantenforschung.

In den Beiträgen werden wir begleitet von Kulturwissenschaftler Hartmut Böhme, Informationswissenschaftler Horst Völz und treffen ein internationales Entschlüsselerteam. Im Studio sprechen wir mit Joseph Vogl über Nutzen und Nachteil der Kryptographie, über ihre Rolle als Kuturtechnik und ihre historischen Kontexte.

Das unterhaltsame und informative Interview mit Prof. Joseph Vogl könnt ihr in voller Länge hier nachhören.

Eine Sendung von Rico Hartmann und Nikita Hock

 

 

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SENDUNG #3 | 01.01.2012 | 88, 4 Mhz

Tape-Culture – Reminiszenz an die Kassette

„Es ist schon so alt, man hört fast nichts mehr“, schwärmt Françoise Cactus von Stereo Total. Doch auch in Zukunft soll man nichts mehr von ihr hören – der Kassette, einem vom Aussterben bedrohten Medium. Was Musikproduzierende und -konsumierende mit diesem Tonträger verbindet, wie die Kassette die Musikbranche demokratisierte und für viele schließlich mehr als nur ein Symbol gegenkultureller Strömungen wurde, ist Thema unserer dritten Magazinsendung der KulturWelle. Gemeinsam mit Dr. Florian Schreiner, dessen kulturwissenschaftliches Forschungsgebiet die „Tape & Cassette Culture“ ist, der Band Stereo Total, zwei Kindern ihrer Zeit, die nicht erwachsen werden wollen, und gegenwärtigen Verehrer_innen der Kassette untersuchen wir dieses Medium, das mit soviel Herzblut, Symbolik, Retro-Mania und Kultur beladen ist.

Eine Sendung von Anastasia Andersson, Kira Overkämping und Veit Rausch

 

 

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KlangDenken am IfKA Blind Spot im HKWLabyrinth in der Wilden RenateTresor Berlin (wir verschenken 2×2 Freikarten: First Come Posting auf Facebook – facebook.com/RadioKulturwelle)

Das neue Album von Stereo Total auf Soundcloud zum durchhören.

Der Kontakt zu Fuck you in the head records: f.y.i.t.h.records (…) gmx.net

 

 

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SENDUNG #2 | 01.01.2012 | 88, 4 Mhz

Räume, Träume, Schäume – Was hängt am Konsum?

Im Schaufenster lockt das schicke Paar Schuhe, drei Türen weiter duftet es nach frischem Kaffee und im Elektroladen lacht uns das neuste Touchscreen-Telefon entgegen. Sie alle rufen: kauf mich, kauf mich! Und sie werden gekauft. Das Credo der Konsumgesellschaft wird uns täglich entgegengeschrien und tönt als Tinnitus in unseren Ohren. In der Sendung wollen wir die heikle Frage stellen: Was hängt am Konsum? Die Einkaufszentren, unsere Bedürfnisse und Selbstinszenierungen vielleicht? Zwei Features behandeln das Thema Konsum im Zusammenhang mit Einkaufszentren als Prachtbauten und Wunschfabriken. Die Kolumne stellt die Frage, auf welches Fundament sich die Mystifikation der Finanzmärkte stützt und warum sie uns nicht nur staunend, sondern auch handlungsunfähig macht. Weiter haben wir unsere Rubrik »Blick nach vorn« sowie Musik- und Veranstaltungstipps. Im Studio begrüßen wir Dr. Anna Echterhölter, Kulturwissenschaftlerin und Mitherausgeberin des Magazins »ilinx«. Sie forscht aktuell zum Thema Ökonomie aus Sicht der Kulturwissenschaft.

Eine Sendung von Bettina Voigt

 

 

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SENDUNG #1 | 01.01.2012 | 88, 4 Mhz

Die Anfänge der Spurensuche – Kriminalistik im 19. Jahrhundert

Die erste Sendung der KulturWelle widmet sich dem Themenschwerpunkt der Geburt der Kriminalistik. Die ungebrochene Faszination von Kriminalliteratur und -filmen gibt Anlass, nach ihren Ursprüngen zu fragen. Die Nachwuchswissenschaftlerin Deborah Zehnder steht uns Rede und Antwort zu kriminalistischen Methoden und ihrer literarischen Verarbeitung im 19. Jahrhundert. Dazu hören wir ausgewählte Beiträge, die in ihrem Seminar entstanden sind. Darüber hinaus gibt es – wie ab sofort immer im Magazin – die kulturwissenschaftliche Perspektive auf die Welt in der Rubrik »Kulturwissenschaftliche Takte« und eine Vorstellung von Kulturwissenschaftlern in freier Wildbahn in »Der Blick nach vorn«. Dazu spielen wir jede Menge Musik und liefern euch ein paar Veranstaltungen, die ihr in den kommenden Wochen nicht verpassen solltet.

Eine Sendung der Redaktion

 

 

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