Ein Beitrag von Neela Janssen
Viele Methoden der Pränataldiagnostik gehören bereits heute wie selbstverständlich zu einer Schwangerschaft in Deutschland dazu. Das Ziel der Untersuchungen ist dabei klar: Man möchte ein gesundes Kind zur Welt bringen und dabei schon in der Schwangerschaft alles für eine sichere Zukunft des Babys tun.

Eine besonders ambivalente Rolle nimmt dabei der Arzt ein: Ist er nun entziffernder Experte oder reines Sprachrohr für medizinische Daten, Produzent oder Medium von Zukunftswissen? In welchem Verhältnis steht er zu den hoffnungsvollen Eltern, dem geheimnisvollen Labor, der auf Zukunft gerichteten Gesellschaft? Lassen sich hier vielleicht sogar Echos antiker Orakel, ja der alttestamentlichen Propheten erkennen?

Ein Beitrag über aktuelle Techniken der Pränataldiagnostik und ihre Parallelen in vormodernen Techniken der Vorhersage.

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Ausgestrahlt in: »Vor-Sicht! Vor-Sorge!« – Über das Wissen, Gestalten und Verhindern von Zukünften

Bild: The Crystal Ball von John William Waterhouse

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Ein Beitrag von Tina Krell

»Nicht anklopfen!« Oder doch? Ein Abend vor dem Radio. Genüsslich gibt man sich dem medialen Konsum hin. Doch da funkt einer ständig dazwischen, und zwar niemand geringeres als der Frankfurter Professor Theodor W. Ein Mini-Hörspiel zu internalisierten Ideologien und dem Umgang mit der Störung.


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Ausgestrahlt in: Hörigkeit. Medium und Ideologie

Bild: (cc) TV Static Screenshot 2 von Justin March

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Ein Beitrag von Maria Dubova

In den frühen 1960er Jahren geht in der Sowjetunion zum ersten Mal ein buntes Heft von Hand zu Hand. In die Bindung sind papierdünne, abspielbare Flexidiskplatten eingelassen: Die Schallplatten-Rundschau, russischer Titel Krugozor.

Einmal aufgeschlagen, präsentierte das multimediale Magazin den Lesern und Zuhörern eine seltsame Mischung: Leninreden fanden hier Platz neben gesungenen Reportagen bekannter Liedermacher; ethnographische Aufzeichnungen vom Rand des Imperiums teilten sich die Nadelspur mit ideologisch suspekter, aber umso beliebterer Westmusik.

Wie kam es zu dieser seltsamen Mischung aus „multimedialer Bildung für das ganze Volk“ und staatlich verordneter Propaganda? Wer hat den Krugozor gestaltet, wer hat ihn gehört – und wie? Eine kleine Spurensuche mit Unterstützung ehemaliger Fabrikarbeiter, nostalgischer Redakteure und passionierter Amateursammler, vom Dachboden der Großeltern bis in Schallplattenarchive in Moskau.


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Ausgestrahlt in: Hörigkeit. Medium und Ideologie

Bild: Обложка журнала "Кругозор" апрель 1970 von Andshel auf Wikipedia

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Ein Beitrag von Jürg Andreas Meister

Woher kommt der Mensch, wohin geht er? Sicher ist nur, wie er geht – nämlich zu Fuß. Doch immer mehr Technologien machen unsere Beine überflüssig und unser Leben geschmeidig. Eine akustische Spurensuche.


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Ausgestrahlt in: Mythen des Alltags. Eine akustische Buchinterpretation nach Roland Barthes

Bild: (cc) Selsley Common von Andy Waker

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Ein Beitrag von Constantin Hühn

In den 1950er Jahren entstand in Frankreich eine neue populistische Bewegung: der Poujadismus, so benannt nach seinem Gründer und Anführer Pierre Poujade. In den ‚Mythen des Alltags‘ kommt Roland Barthes immer wieder entmystifizierend auf das Auftreten und die Denkfiguren dieser Bewegung zu sprechen. An zentraler Stelle dieser Auseinandersetzung steht das Konzept des „gesunden Menschenverstands“. Der Beitrag zeichnet Barthes Analyse dieser „Philosophie des Kleinbürgertums“ nach und zeigt ihre Kontinuitäten wie Brüche im Hier und Heute auf.


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Ausgestrahlt in: Mythen des Alltags. Eine akustische Buchinterpretation nach Roland Barthes

Bild: (cc) Communes, Law & Common Sense von Chris Drumm

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Ein Beitrag von Nane Jeberien

Geometrisch, vollkommen, hübsch. Viele tragen es, doch kaum jemand würde es so nennen: Das Hipsterdreieck. Das einprägsame Motiv ist zu einem vielfältigen Schmuckstück einer Gruppe Individueller geworden – und zeigt, wie flüchtig seit jeher Schmuckstücke und -zeichen in unserer Kultur sind. Trotzdem nimmt jeder  Schmuckträger das Dreieck anders wahr, wodurch ihm stets eine neue, unterschiedliche Bedeutung zugeschrieben wird.


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Ausgestrahlt in:
Sich Schön Machen. Vom kulturellen Sinn des Schmückens

Bild: (cc) brass triangles von jen collins

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Ein Beitrag von Jennifer Weese

Die Eheringe der Großeltern oder die Kette der Mutter: Erbstücke werden häufig weitergereicht und bleiben somit in der Familie.Was damals ein unfassbar wertvolles Stück war, mag heute für viele einfach nur noch ein altes Schmuckstück sein. Doch was, wenn das Schmuckstück nicht gefällt, man Omas Ring aber dennoch behalten möchte, da es mehr als Erinnerungsstück, denn als Wertstück gesehen wird? Wie wird heute mit vererbtem Schmuck umgegangen und welche Bedeutung erfahren solche Erbstücke heute?


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Ausgestrahlt in:
Sich Schön Machen. Vom kulturellen Sinn des Schmückens

Bild: (cc) (Ohne Titel) von Lee Davy

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Ein Beitrag von Theresa Kauder

Gender Parodie ist eine weit wirkende subversive Strategie mit starker politische Aussage, die nicht nur in der wissenschaftlichen Theorie sondern auch in der Gesellschaft für Aufmerksamkeit sorgt. Eine überhöhte Betonung und wirksame Darstellung des Körpers ermöglicht es Heteronormativitäten aufzuspüren und zu hinterfragen, ohne jedoch nicht mit neuen Fragen und Problemen zu konfrontieren.

Ist all dies bloß subkulturelle Praxis oder bereits kunstgewordene Geschlechterpolitik?


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Ausgestrahlt in: Mikrorevolutionen. Widerstand in Theorie und Praxis

Bild: Portrait of a woman seated in a garden by Powerhouse Museum. From Flickr. No certain rights.

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Ein Beitrag von Julian Baller

Im Umgang mit globalen Problemen scheint sich Unmut gegenüber den Lösungen von oben zu regen. „Selber machen“ heißt eine Antwort, die Organisation in Netzwerken und Protestbewegungen eine mögliche Folge davon. Dies bringt gleichfalls neue Formen der politischen Mit-Gestaltung mit sich, in der Politik vom Politischen getrennt wird. Ausgehend vom Chaos Computer Club (CCC) zeigt sich, wie die Vernetzung von Akteuren im Internet, eine politische Mitgestaltung zu Fragen wie etwa Datenschutz, Online-Freiheit oder Medienkompetenz möglich machen kann und dabei selbst zur Mikropolitik wird.


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Ausgestrahlt in: Mikrorevolutionen. Widerstand in Theorie und Praxis

Bild: CCC leuchtend 26C3 by Jon Åslund. From Wikimedia Commons. CC BY 2.0

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Ein Beitrag von Mark Othmer

Wir alle kennen sie, die innere Stimme. Sie wissen schon: Der kleine Mann im Ohr, Engelchen und Teufelchen. Diese Stimme die in unseren Köpfen hockt und immer alles besser weiß. Die Stimme, die uns morgens aus dem Bett holt. Die Stimme, mit der wir mathematische Formeln zu lösen versuchen oder wichtige Entscheidungen treffen. Doch was wäre, wenn wir eine computergenerierte innere Stimme hätten, die in ständigem Kontakt zu uns steht – ein körperloses, hoch personalisiertes Betriebssystem, das besser über uns Bescheid weiß, als uns lieb ist?

Im Zentrum des Hörspiels steht der arbeitslose Akademiker und Gelegenheitstrinker „Adam“, dessen subjektives Wahrnehmungsfeld von einem so genannten „Personal- Enhanced-System“ beeinflusst wird. „PES“ ist erst seit kurzer Zeit im Handel erhältlich und die meisten Menschen kommen noch ohne das Betriebssystem aus…

 


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Ausgestrahlt in: Hörspielwissenschaft

Bild: (cc) Exercise Plays Vital Role Maintaining Brain Health von A Health Blog

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