Über vier Sendungen sind wir der Vertikalen auf der Spur. Diesmal begeben wir uns zu einer Grundlage der Mathematik: in die Topologie. Mit unserem Gast Daniel Lütgehetmann denken wir darüber nach, wieso wir uns überhaupt als dreidimensional wahrnehmen, warum wir Glück haben, aufrecht zu stehen und wie ein Strandurlaub auf donutförmigen Planeten aussähe. Und dann bleibt noch die Frage, was vierdimensionale Wesen in unserer Welt alles anstellen könnten – bitte nicht vorm Einschlafen hören!

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Zur Einstimmung in unsere Sendereihe rund um die »Vertikale« haben wir den Berliner DJ Grivola in das Studio eingeladen. Seinen Künstlernamen hat Grivola von einem Berg in den italienischen Alpen  – und auch sonst hat er einiges zu Schichtung, Aufstieg und Drop zu sagen, bevor er unsere Gäste mit seinem 50-minütigem Set auch musikalisch hoch– und sanft wieder herunter bringt.

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Hier findet ihr weitere Sets, Bilder und Kontaktinfo zu Grivola: Facebook | Soundcloud

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Was haben Kühe, gefrorenes Wasser und der Herr der Finsternis gemeinsam? Früher oder später begeben sie sich in eine vertikale Trajektorie und fallen – mit mehr oder weniger einschlägigen Konsequenzen – vom Himmel.

In der Kulturwelle Afterhour #14 eröffnen wir eine neue Sendereihe. Die nächsten Sendungen drehen sich um eine weithin übersehene Raumdimension: Die Vertikale.

Zum Auftakt gibt es ein Potpourri zu den großen und kleinen, gefährlichen und rettenden, glaubwürdigen und abstrusen Dingen, die – buchstäblich und metaphorisch – vom Himmel fallen. Wir hören von großen und kleinen Tieren, von uralten und überraschend jungen Kulten, von High-Tech-Maschinen mit verheerenden und wohltuenden Nebenwirkungen. Dazu durchforsten wir obskure Nachrichtenmeldungen, blättern selbstverständlich in der Bibel und müssen unter dem Gewicht der Beweise Johannas Behauptungen über gefrorene Flugzeugausstöße bestätigen.

Dazu wie immer Techno unter Creative-Commons-Lizenz.

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Wozu will der Sophist uns verführen? Zur Lüge? Oder zur Kritik? Zum Abschluss unserer Staffel über verdrängte Wissensformen nehmen wir uns den alten Angstgegner der Philosophen und Aufklärer vor: Den Sophismus. Wir fragen uns, was schon Aristoteles provozierte, die sprachfanatischen Provokateure dem Reich der Pflanzen zuzuordnen – und wie man heute mit so einer Einstellung umgehen kann. Mit dem Philosophen Samo Tomšič sprechen wir dazu über den Kitzel und die Produktivität des sophistischen Denkens und befragen den Rhetorikprofessor Bruce McCormiskey über die Ethik eines radikalen sophistischen Relativismus. Dazu Techno. Und Synthesizer.

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1460 bringt ein Gelehrter wiederentdeckte Schriften nach Florenz: Platons Dialoge und das »Hermetische Korpus«. Letzteres gilt als die älteste Schrift der Welt, und so lässt Cosimo de‘ Medici den Hermetischen Korpus auch zuerst – vor Platon – übersetzen. Der Inhalt erschüttert die Grundfesten des mittelalterlich-christlichen Weltbilds: Der Mensch wird darin als »Bruder« Gottes beschrieben, der auch in den Schöpfungsprozess eingreifen darf und soll.

Was folgt, ist eine das 15. und 16. Jahrhundert umspannende Telenovela, in der allerlei Alchemiker variierender Dubiosität genauso mitspielen wie ein junges Königspaar, das in Prag eine »alchemische Dynastie« gründen will (was vom 30-jährigen Krieg verhindert wird). Auch ein gewisser Isaac Newton steckt tiefer mit drin, als man heute denken würde.

Im Rahmen unserer Reihe zu nicht-hegemonialen Wissensformen nehmen wir uns diesen Freitag der Alchemie an. Welche Vorstellungen von Wissenschaft und Religion, von Materie und Geist prägen sie – und was ist ihre politische Position zwischen Aufklärung, Reformation und Frühkapitalismus? Diese und andere Fragen klären wir im Gespräch mit unserem Studiogast, dem Historiker und Kulturwissenschaftler Stefan Laube.

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Wir konnten natürlich nur einige essentielle Stoffe aus der reichen Gedankenwelt und Geschichte der europäischen Alchemie destillieren. Für mehr gibt es hier einige Startpunkte:

Über den Retortenrand geblickt – zwei ältere, aber spannende Bücher:

  • Für den weiteren Einfluss des Hermetischen Korpus empfiehlt sich ein Blick in die nicht unumstrittene, aber als Einführung wunderbar geeignete Monographie von Frances Yates unter dem Titel Giordano Bruno and the Hermetic Tradition, ISBN 9780226950075
  • Der Historiker D. P. Walker zeigt den Einfluss »magischen« Denkens in der Renaissance in seinem Buch Spiritual and Demonic Magic: From Ficino to Campanella. University Park, Pa.: Pennsylvania State University Press, 2003., ISBN 978-0271020457
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In der Kulturwelle Afterhour setzen wir unsere Staffel zu verdrängten Wissensformen fort. Dazu machen diese 11. Ausgabe zur Astrohour. In einer bunt gemischten, mal versöhnlichen, mal streitlustigen Runde mit dem Astrologen Markus Jehle, dem Religionshistoriker Kocku von Stuckrad und dem Soziologen Edgar Wunder versuchen wir uns heranzutasten, wie man über Kontexte und Strukturen der heutigen Astrologie nachdenken kann.

 

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Wer die vielen leider oft nur angeschnittenen Themenfelder und Namen vertiefen möchte, kann hier beginnen:

Studiogäste

Weiteres

 

 

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Die Kulturwelle Afterhour leitet eine neue Staffel ein: In den nächsten vier Sendungen holen wir verdrängte Wissenschaften aus der Versenkung. Als Einstimmung gibt es den vielleicht größten Stoff der deutschen Literaturgeschichte: Goethes Faust. Die schönsten Szenen aus Teil 1 und 2 (inkl. der klassischen Walpurgisnacht mit Mephistopheles, Homunculus, Thales), dazu wie gewohnt Techno – und die Frage, welche Konzepte von Wissen in den 17.000 Versen auftauchen.

 

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Wer mehr über den Teufel wissen möchte, wird sicher fündig. Zum Beispiel hier:

Kulturwelle Magazin #23: Verteufeln und verteufelt – Das Böse im Detail

 

 

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Am Sonntag werden die Oscars verliehen, die Berlinale ist gerade vorbei gegangen – Grund genug, mal eine ganze Sendung lang über Filme zu reden. Zu Gast im Studio sind Sven Angene und Karen Dohr, die die Berlinale 10 Tage lang begleitet und auf ihrem Blog 4Kinderund1Feldbett darüber berichtet haben. Mit ihnen unterhalten wir uns über die Höhe- und Tiefpunkte des diesjährigen Festivals, die Besonderheiten der deutschen Filmlandschaft und über das Verhältnis von Kino und Politik. Als Komoderatorin begrüßen wir in dieser Sendung zum ersten Mal Rosa Gruner.

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  • Die Seite 4Kinderund1Feldbett unserer Studiogäste findet ihr unter: http://4kinderund1feldbett.de/

Filmwissenschaftlich Interessierte hören nahtlos weiter:

kulturwelle_afterhour_logo_dunkelAfterhour #002: Film und Farbe

 

 

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Greifen, spüren, hören. Kleine Härchen bewegen sich im Ohr, sie fühlen Schallwellen und machen daraus Klang. Das Tasten ist dabei nicht nur Metapher, eigentlich arbeitet unser Gehör haptisch – es ertastet die Druckschwankungen in der Luft. Aber der Schall fließt auch durch Materialien – als Vibration einer Eisenstange oder in der Membran eines Mikrofons. Jeder Stoff gibt die Schwingungen an seine Umgebung weiter. Ist Tasten also nicht nur Lesen, sondern auch Schreiben?

Um diesen uneindeutigen Funktionen des Tastens in und jenseits des Körpers nachzuspüren, unternimmt das Afterhour-Team eine Reise durch die Materie. Dabei streifen wir so unterschiedliche Phänomene wie die nass schwappenden Windungen des Innenohrs, das Inferno des Luftschiffs Hindenburg und eine Cicero-Rede auf dem überfüllten Forum in Rom.

Unterwegs spekulieren wir mit dem Medienwissenschaftler Wolfgang Ernst über das tastende Auslesen der gesamten Welt, lauschen der abgetasteten Musik des Klangkünstlers Martin Kay – und besprechen mit der Archäologin Erika Holter, was schon heute ganz konkret möglich wird, wenn wir erst einmal beginnen, Abtastvorgänge zu modellieren und dynamisch zu nutzen.

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Wer die medienwissenschaftlichen Fragen rund um die Schallplatte vertiefen möchte, kann dies hier tun:

https://kulturwelle.hu-berlin.de/wp-content/uploads/2012/11/IMG_0259.jpg

Kulturwelle Magazin #8: Klanggeschichten – Spuren aus dem Tonarchiv

 

 

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Wann ist ein Körper eigentlich vollständig? Woher kommt unsere Angst vor der Unvollständigkeit? Und wie wird damit in unterschiedlichen Medien umgegangen?

Nachdem wir uns in unserer Themenreihe zum Körper bereits mit Klangkörpern, politischen Körpern und den kulturellen Verflechtungen eines bestimmten Körperteils beschäftigt haben, wenden wir uns in der aktuellen Sendung der Afterhour der Bedeutung unvollständiger Körper zu.

Wir sprechen mit dem Kulturwissenschaftler Gerhard Scharbert über Verstümmelung im Film, fragen die Literaturwissenschaftlerin Irmela Marei Krüger-Fürhoff nach ‚versehrten‘ Alternativen zum ganzheitlichen Schönheitsideal und unterhalten uns mit dem Medienwissenschaftler Jan Claas van Treeck über die Ökologie der Körpergrenzen – und was Cyborgs damit zu tun haben.

Dazu wie immer Techno – bis uns die Ohren abfallen.

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Wen die politischen Implikationen von Körperidealen interessieren, verweisen wir auf:

kulturwelle_afterhour_logo_dunkelAfterhour #005: Kollektivkörper – Körper und Politik

 

 

Kulturwelle Magazin #31: Riots not Diets? Fettaktivismus zwischen Intervention und Schutzraum

 

 

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